Reels-Werbung mit Musik, die dir gehört
Meta schreibt in seinem Anzeigenleitfaden, dass Reels-Anzeigen keine lizenzierte Musik enthalten sollten, und empfiehlt Originalaudio aus der Sound Collection oder lizenzfreie Musik. Eine dritte Möglichkeit ist ein eigener Jingle: SingingAds schreibt ihn aus deiner Produktseite, singt ihn auf Deutsch und schneidet ein 9:16-Video mit Untertiteln, das zu den Reels-Vorgaben passt.
Aktualisiert
Welche Musik in einer Reels-Anzeige erlaubt ist
Im Meta-Leitfaden für Reels-Anzeigen steht lizenzierte Musik auf der Liste der Dinge, die eine Anzeige nicht enthalten sollte, zusammen mit GIFs und Produkt-Tags. Die Instagram-Hilfe erklärt, die lizenzierte Musikbibliothek sei für persönliche, nicht kommerzielle Nutzung gedacht und für manche Unternehmenskonten gesperrt; für Werbung verweist sie auf die Sound Collection. Wer also einen Reel mit Trend-Song bewerben will, stößt schnell auf eine Grenze.
Was du mit SingingAds bekommst
Du lieferst die Produktseite. SingingAds schreibt einen Jingle, singt ihn mit KI-Stimme und schneidet ein Hochformat-Video dazu. Heraus kommen eine MP4 und der Song einzeln. Es singt nur Aussagen, die auf deiner Seite stehen, und nichts wird gemacht, bevor du den Text freigibst.
Die Bedienung der App ist englisch, der Jingle wird auf Deutsch geschrieben und gesungen. Englisch ist bislang am häufigsten getestet worden.
Die Reels-Vorgaben, auf die es ankommt
- Format 9:16. Die SingingAds-Datei hat 1080 x 1920 Pixel; Meta empfiehlt höher aufgelöstes Material, nimmt 9:16 in dieser Größe aber an.
- Sichere Zonen. Meta empfiehlt, Text und Logos mindestens 14 Prozent vom oberen Rand, 35 Prozent vom unteren Rand und 6 Prozent von den Seiten fernzuhalten. Schau dir an, wo die Untertitel liegen, bevor du hochlädst.
- Kurzer Primärtext. Meta empfiehlt für Reels rund 44 Zeichen. Ein Satz reicht, der Song erzählt den Rest.
- Ton an. Meta empfiehlt Audio ausdrücklich. Ein Jingle nutzt genau das.
Was eine Reels-Anzeige mit Jingle besser macht
Reels werden oft mit Ton geschaut, und ein gesungener Name bleibt länger hängen als ein eingeblendeter. Gleichzeitig scrollen viele stumm weiter, darum stehen alle gesungenen Wörter als Untertitel im Bild. Für Mode, Beauty und Wohnen wirkt der 3D-Look hochwertig, für Handgemachtes eher Knete. Willst du zuerst organisch testen, poste den Reel normal und bewirb den Gewinner. Achte dann darauf, dass keine Produkt-Tags oder GIFs im Post sind, wenn du ihn später als Anzeige nutzen willst. Mehr zu Musikrechten steht in GEMA und Musik in Werbung.
Vor dem Schalten
- KI-Hinweis in die Bildunterschrift oder ins Video setzen; Meta kennzeichnet Material aus fremden Tools nicht automatisch. Siehe KI-Kennzeichnungspflicht.
- Prüfen, ob die Zielseite die gesungene Aussage zeigt.
- Zwei Einstiege testen statt einen perfekt zu machen.
Beispiele für fertige Videos findest du unter Beispiele. Ab 15 $ für eine Anzeige oder 59 $ für etwa 6 Videoanzeigen mit 30 Sekunden. Credits verfallen nicht.
Organisch posten oder gleich bewerben?
Hast du schon eine Community auf Instagram, poste den Reel zuerst normal und sieh dir nach zwei, drei Tagen an, wie lange Leute zuschauen. Den Reel, der am längsten gehalten hat, bewirbst du dann. Startest du ohne Follower, schalte lieber direkt zwei Varianten als Anzeige mit kleinem Budget, damit du schneller Zahlen siehst. In beiden Fällen gilt: Der KI-Hinweis gehört von Anfang an dazu, und jede Variante sollte nur in einer Sache abweichen, sonst weißt du nicht, was gewirkt hat.
Beispiel-Brief und Liedtext (illustratives Beispiel, 30 Sekunden, 3D)
Produkt: Leinenhemd von „Fadenfroh“ (erfundenes Label), Seite: 100 Prozent Leinen, vorgewaschen, Größen S bis XXL.
Käufer: Wer im Büro im Juli im Polyesterhemd schwitzt.
Liedtext:
- Juli im Büro, das Hemd klebt fest,
- du zählst die Stunden bis zum Rest.
- Fadenfroh, aus Leinen pur,
- vorgewaschen, weich, Natur.
- Von S bis XXL dabei,
- Fadenfroh, und du atmest frei.
Hinweis zum Prüfen: „atmest frei“ ist ein Gefühl, keine Produkteigenschaft; du kannst es streichen, wenn es dir zu weit geht.
Was es nicht kann
- Es bucht keine Anzeigen bei Meta und postet keine Reels; du lädst die Datei selbst hoch.
- Es zeigt keine echten Menschen und macht keine Try-on-Videos; für Mode an echten Körpern brauchst du Fotos oder Creator.
- Die Datei hat 1080 x 1920 Pixel und nicht die höhere Auflösung, die Meta empfiehlt.
Was es kostet
Ab 15 $ für eine Anzeige oder 59 $ für etwa 6 Videoanzeigen mit 30 Sekunden. Credits verfallen nicht. Eine Jingle-Fassung kostet 4 Credits, eine typische Videoanzeige mit 30 Sekunden etwa 26. Es gibt keinen Tarif ohne Bezahlung und kein Probevideo.
Einmalige Pakete
Eine Anzeige
15 $ einmalig
Fünf Anzeigen
59 $ einmalig
Fragen
- Darf ich in einer Reels-Anzeige einen bekannten Song verwenden?
Meta rät in seinem Leitfaden von lizenzierter Musik in Reels-Anzeigen ab und verweist auf die Sound Collection oder lizenzfreie Musik. Ein eigener Jingle ist eine weitere Möglichkeit.
- Warum fehlt mir als Unternehmen die Musik in Instagram?
Laut Instagram-Hilfe ist die lizenzierte Musikbibliothek für manche Unternehmenskonten gesperrt, weil sie für nicht kommerzielle Nutzung gedacht ist.
- Funktioniert dieselbe Datei auch für Facebook?
Ja, das Hochformat läuft auch in Facebook-Reels und Stories. Prüfe die sicheren Zonen der jeweiligen Platzierung.
- Wie lang sollte die Reels-Anzeige sein?
30 Sekunden für Leute, die dich nicht kennen, 15 Sekunden für Menschen, die schon auf deiner Seite waren.
Quellen
- Meta, Video ad specs on Instagram Reels (Meta ads guide), gelesen am 17. Okt. 2026
- Instagram Help Center, Accessing the licensed music library on Instagram, gelesen am 17. Okt. 2026
- Meta, How AI-generated images in ads are identified and labelled on Meta, gelesen am 17. Okt. 2026